Stadtentwicklung für das Rheinische Revier der Zukunft.

Das Programm.

Zur Bewältigung des Kohleausstieges im Rheinischen Revier stellt die Landesregierung bis zu 700 Millionen Euro an investiven Fördermitteln bereit, um Projekte des Strukturwandels mit einem städtebaulichen Bezug zu fördern. Diese werden über das Programm Stadtentwicklung für das "Rheinische Revier der Zukunft" (STEP RR), basierend auf dem Strukturstärkungsgesetz des Bundes, umgesetzt. Damit fördert das Land nachhaltige Städtebau- oder Infrastrukturprojekte mit einer hohen Flächenwirksamkeit – etwa bei Vorhaben zum Thema Flächen- und Quartiersentwicklung, Innenentwicklung, Dorferneuerung, Entwicklungen im Bestand sowie für die Perspektivenentwicklung bei der Wiedernutzung von Standorten.

Um den Zugang zu investiven Fördermitteln zu erleichtern, stellt das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen den Städten und Gemeinden die Starke Projekte GmbH als landeseigene Tochtergesellschaft zur Seite. Das Ziel dabei ist die Unterstützung für eine rasche und unbürokratische Planung, Antragsstellung, Förderqualifizierung sowie Vorbereitung der Umsetzung der kommunalen Projekte im Rheinischen Revier.

Was ist das Neue an dem Stadtentwicklungsprogramm der Zukunft?

  • Das STEP RR ist ein über drei Förderperioden hinweg wachsendes Programm für den Zeitraum 2022 bis 2038 und wird nicht jährlich aufgestellt.
  • Die Bewilligung erfolgt nach Priorität und Projektreife, nicht nach Antragsgeschwindigkeit. Das begleitende Dialogverfahren unterstützt dabei.
  • Antrags- und förderberechtigt sind Gemeinden und Gemeindeverbände.

Die Städtebauförderung zielt auf lebenswerte und zukunftsgerechte Stätten des Wohnens und Arbeitens. Die nachhaltige Attraktivität der Region für neue Betriebe und Fachkräfte ist dabei der entscheidende Faktor. Dazu gehört eine Flächen- und Quartiersentwicklung, die vorhandene Missstände beseitigt, neue ökonomische, ökologische, soziale und baukulturelle Qualitäten verankert und vorbildlich ist in Bezug auf Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit. Förderschwerpunkte sind die Bestandsentwicklung von Quartieren und Gemeinschaftseinrichtungen sowie innovative Wohn- und Mischgebiete.

Die Förderprojekte müssen mindestens einem der fünf folgenden Indikatoren entsprechen:

  1. (Wieder-)Herstellung des Orts– oder Landschaftsbildes
     
  2. Nutzung von nicht mehr für den Braunkohlebetrieb benötigten Flächen, Gebäuden, Zwischenräumen und Orten
     
  3. Attraktivitätssteigerung durch ambitioniert gestaltete Wohn- und Mischgebiete und Einbindung natürlicher Infrastruktur für den Zuzug von Fachkräften und Unternehmen
     
  4. Schaffung neuer Angebote des Gemeinbedarfs, insbesondere für Kinder- und Jugendliche
     
  5. Stärkung von Zentren und Orten

ReVier gewinnt - neue Energie für das Rheinische Revier: Der Programmaufruf "Stadtentwicklung für das Rheinische Revier der Zukunft" ist mit weiteren Innovationen und Projekten ein Baustein im Bauhaus Nordrhein-Westfalen.